Logopädie für Erwachsene in Wedel

Logopädie für Erwachsene in Wedel

Die Logopädie für Erwachsene in Wedel stellt sich vor:

Wir sind kompetente Ansprechpartner bei akuten und chronischen neurologischen Krankheiten wie z. B. Schlaganfall, Morbus Parkinson oder Multiple Sklerose, die häufig mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen verbunden sind. Neben unserer Arbeit in der Praxis führen wir bei Bedarf Haus- bzw. Heimbesuche durch. Seit 2004 betreuen wir außerdem Patienten im Asklepios Westklinikum in Hamburg-Rissen.

Aphasie (Sprachstörung)

Eine Aphasie ist eine Sprachstörung, die durch eine Schädigung des Gehirns ausgelöst wird – am häufigsten durch einen Schlaganfall. Bei einer Aphasie können verschiedene sprachliche Bereiche in ganz unterschiedlichem Ausmaß betroffen sein: Sprachverständnis, Wortschatz, Grammatik, Sprechen, Lesen oder Schreiben. Wissenschaftliche Studien belegen, dass sich durch häufige logopädische Therapie (mindestens 2- bis 3-mal/Woche) sowie ein täglich durchgeführtes häusliches Übungsprogramm Verbesserungen erzielen lassen – egal, wie lange die Aphasie schon besteht. Die logopädische Aphasietherapie ist von vielen Faktoren abhängig wie z. B. der Schwere der Störung und wird immer für jeden Patienten individuell geplant: Je nach den sprachlichen Fähigkeiten wählen wir aus einer Vielzahl von Therapiemethoden die passende aus (z. B. Modak von Dr. L. Lutz, Alltagsorientierte Aphasietherapie nach Dr. I. Weng, Neurolinguistische Aphasietherapie). Da zur Kommunikation immer zwei gehören – Sprecher und Zuhörer –, werden die Angehörigen eng in die Behandlung einbezogen und zu ihrem Gesprächsverhalten beraten.

Eine Aphasie kann auch mit einer Dysphagie oder Dysarthrie einhergehen.

Cochlear Implantat (CI)

Das Cochlear Implantat (kurz CI) ist eine elektronische Innenohrprothese, die bei hochgradig schwerhörigen oder ertaubten Menschen operativ eingesetzt werden kann, wenn ein normales Hörgerät nicht mehr ausreicht. Das CI übernimmt dann die Funktion des Innenohrs, in dem es Schallsignale in elektrische Impulse umwandelt. Dies ist für das Gehirn zunächst ungewohnt, so dass der CI-Träger den Umgang mit der neuen Hörfähigkeit neu lernen muss. In der logopädischen Therapie trainieren wir das Sprachverstehen sowie die Hörleistungen in Alltagssituationen wie z. B. bei Störschall oder beim Telefonieren.

Dysarthrie oder Dysarthrophonie (Sprechstörung)

Bei einer Dysarthrie oder Dysarthrophonie ist das Gesprochene für die Zuhörer meistens schlecht verständlich. Dies kann an einer beeinträchtigten Lautbildung (Artikulation), verändertem Sprechtempo, der Sprachmelodie, Atmung oder am Stimmklang liegen. Hervorgerufen wird eine Dysarthrie oder Dysarthrophonie durch Hirnverletzungen (häufig ein Schlaganfall) oder neurologische Erkrankungen (z. B. M. Parkinson oder Multiple Sklerose). Ziel für uns in der Logopädie ist es, die Verständlichkeit des Betroffenen zu verbessern. Je nachdem, welche Bereiche beeinträchtigt sind, erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan, der beispielsweise gezielte Bewegungsübungen für die Sprechmuskulatur oder Atemübungen beinhalten kann. Es werden auch Übungen für zu Hause angeleitet und über mögliche Begleiterscheinungen, wie z. B. eine Dysphagie informiert.

Dysphagie (Schluckstörung)

Eine Dysphagie ist eine Schluckstörung, bei der die Gefahr einer Unter- oder Mangelernährung, einer Exsikkose (Austrocknung) oder des Verschluckens von Speichel, Nahrung bzw. Flüssigkeit besteht. Dabei kann das Verschlucken (Aspiration) im schlimmsten Fall Erstickungsanfälle oder sogar eine Lungenentzündung zur Folge haben. Anzeichen für eine Schluckstörung können neben häufigem Verschlucken, Husten bzw. Räuspern auch eine veränderte Stimme (“feucht” bzw. “gurgelnd”), verlängerte bzw. erschwerte Nahrungsaufnahme, ein Fremdkörpergefühl im Hals oder Fieber unklarer Herkunft sein. Ziel der logopädischen Therapie ist es, eine sichere, kalorisch ausreichende und möglichst genussvolle Nahrungsaufnahme zu ermöglichen. Dafür trainieren wir die Schluckmuskulatur, führen Übungen zur Körperspannung sowie -haltung durch, üben Schlucktechniken oder passen die Konsistenz von Nahrung bzw. Flüssigkeiten den Schluckfähigkeiten des Betroffenen an. Auch Aufklärung und Beratung von Angehörigen oder Pflegepersonal gehört zu unseren Aufgaben.

Dysphonie (Stimmstörung)

Besteht eine Heiserkeit ohne akuten Infekt länger als zwei bis vier Wochen, sollte unbedingt von einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt abgeklärt werden, ob eine Stimmstörung dahinter steckt. Die Stimme klingt rau bzw. brüchig, verhaucht oder kraftlos und ist nicht mehr belastbar. Weitere Anzeichen können ein Fremdkörpergefühl bzw. Schmerzen, Räusperzwang oder Reizhusten sein. Die Gründe für eine Stimmstörung können organisch, funktionell und manchmal auch psychisch bedingt sein. Bei einer organischen Stimmstörung haben sich Kehlkopf oder Stimmbänder verändert, z. B. durch eine Entzündung, Ödeme, manchmal auch Lähmung. Eine funktionelle Stimmstörung entsteht dagegen durch falsche Sprechgewohnheiten bzw. eine Überlastung der Stimme. Dauerhaft kann dies wiederum zu einer organischen Stimmstörung führen. Mit speziell auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmten Bewegungs-, Atem- und Stimmübungen verhilft die logopädische Therapie zum bewussten, gesunden Umgang mit der Stimme.

Fazialisparese (Lähmung des Gesichtsnerves)

Eine Fazialisparese ist eine Lähmung des Gesichtsnervs, bei der die Muskulatur einer Gesichtshälfte in der Beweglichkeit eingeschränkt ist. Oft hängt ein Mundwinkel herunter bzw. der Mund schließt in Ruhe nicht komplett. Es ist auch möglich, dass ein Augenlid nicht mehr oder nur noch unvollständig geschlossen werden kann. Wir behandeln in Anlehnung an das Konzept PNF mit Eis und leiten aktive Übungen für die Gesichtsmuskulatur an.

Sprachabbau bei Demenz

Bei Demenz denken viele von uns zunächst vor allem an Vergesslichkeit. Mit dem hirnorganischen Abbau können aber auch sprachliche Probleme einhergehen, die sich je nach Krankheitsstadium unterschiedlich auswirken. So kann es beispielsweise zum Nichtverstehen von Zusammenhängen im Gespräch bzw. von Zeitungsartikeln, zu Problemen mit Wortbedeutungen oder einem immer geringer werdenden Wortschatz kommen.

Die logopädische Therapie richtet sich immer nach dem Schweregrad der Erkrankung: Im frühen Stadium einer Demenz kann es sinnvoll sein, gezielte Übungen für Sprachverständnis, Wortschatz, Lesen oder Schreiben durchzuführen, um den beginnenden geistigen Abbau so lange wie möglich hinauszuzögern. Häufig arbeiten wir biografisch und erstellen gemeinsam mit den Angehörigen eine Sammlung der wichtigsten Lebensstationen, um Erinnerungen wach zu halten und Redeanlässe zu schaffen. Auch das Vermitteln von Erfolgserlebnissen bzw. Fördern von Stärken und der Einsatz von möglichen Kompensationsstrategien sowie der Umgang der Angehörigen mit der Kommunikationsstörung können Thema der logopädischen Therapie sein.

Häufig tritt im Verlauf einer Demenz auch eine Dysphagie auf.

Sprechapraxie

Bei einer Sprechapraxie können Lippen- und Zungenbewegungen nicht mehr oder nur eingeschränkt gesteuert werden. Dadurch kann es zu Fehlern in der Aussprache und zu Veränderungen der Sprachmelodie kommen. Die Fehler treten aber nicht immer kontinuierlich auf, d. h. mal kann ein Wort einwandfrei ausgesprochen werden, mal nicht. Häufig sind Suchbewegungen der Sprechmuskulatur zu beobachten, das Sprechtempo ist verlangsamt und es kommt zu einer großen Sprechanstrengung, so dass die Betroffenen das Sprechen vermeiden. Der Grund für eine Sprechapraxie ist oft ein Schlaganfall. In der logopädischen Therapie üben wir, wieder gezielte Sprechbewegungen durchzuführen: bei einzelnen Lauten, Lautverbindungen, Worten oder ganzen Sätzen.

Terminvereinbarung

Gerne geben wir Ihnen auch telefonisch Informationen.

Termin vereinbaren: Logopädie für Erwachsene in Wedel.

Tel.: 04103 997 97

Montag bis Freitag von 08:00 bis 18:00 Uhr

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